Aufzug steigert den Wert einer Immobilie


Schicke Altbauwohnungen in "hohen Lagen" sind begehrt - allerdings nur, wenn sie mit einem Aufzug
ausgestattet sind. Der fehlt jedoch in vielen Mehrfamilienhäusern, die vor 1950 gebaut wurden. Ein
nachträglicher Einbau steigert den Wohnkomfort und erhöht den Wert der Immobilie.
Junge Familien und ältere Wohneigentümer wollen und können heute nicht mehr auf "Barrierefreiheit"
verzichten. Auch die Bewohner eines über 100 Jahre alten Hamburger Mehrfamilienhauses waren das
anstrengende Treppensteigen und Einkaufstütenschleppen über mehrere Stockwerke leid. Sie entschieden sich
nach ausführlicher Beratung für den nachträglichen Einbau eines Lifts. Rund drei Monate dauerten die
Bauarbeiten, knapp 125.000 Euro hat der Aufzug gekostet. Jetzt genießen alle Hausbewohner die neue
Lebensqualität.
Alle Eigentümer profitieren Natürlich profitieren die Eigentümer in den oberen Etagen im Alltag am deutlichsten
von einem Lift, doch auch schon ab dem 1. Stock gilt Barrierefreiheit als Aufwertung der Immobilie. "Für alle
Wohnungseigentümer eines mehrgeschossigen Hauses steigt der Wiederverkaufswert ihrer Wohnung durch
den Einbau eines Aufzugs um bis zu zehn Prozent", bestätigt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse.
Ohne Aufzug fielen vor allem Interessenten ab 50 Jahre und junge Familien aus dem Käufer-Markt, so
Neuborn.
Maßgeschneiderte Aufzüge in jedes Treppenhaus... Seit den 50er-Jahren muss in neu errichteten Gebäuden
mit mehr als fünf Geschossen ein Aufzug vorhanden sein. Für die schätzungsweise 5,3 Millionen
mehrgeschossigen Immobilien, die vor dieser Zeit gebaut wurden, gibt es eine solche Regelung nicht. Mit dem
seit 2007 gültigen neuen Wohneigentümer-Gesetz wird Gemeinschaften die Entscheidung deutlich einfacher
gemacht. Zudem hat sich in puncto Lifttechnik gerade im Wohnungsbau einiges getan: Moderne Fahrstühle
arbeiten leise und energiesparend, viele Aufzugbauer sind auf maßgeschneiderte Einbauten spezialisiert. Vor
allem für kleine Treppenhäuser haben sich gläserne Aufzüge bewährt. Sie passen sich der vorhandenen
Architektur und Ästhetik an und verhindern, dass man sich im Lift eingeengt fühlt. Neuborn empfiehlt
interessierten Eigentümern, in der Nachbarschaft nach realisierten Lifteinbauten zu recherchieren und Kontakt
zu den jeweiligen Eigentümern zu suchen. "Es macht sich in jedem Fall bezahlt, Erfahrungen und Referenzen
anderer Wohneigentümer-Gemeinschaften einzuholen und Besichtigungstermine zu vereinbaren."
.. und clevere Finanzierungs-Konzepte Die anteiligen Kosten des Aufzugs muss jeder Eigentümer selbst
tragen. Wer einen Bausparvertrag sein Eigen nennt, ist da im Vorteil. Finanziert werden kann der eigene Anteil
beispielsweise mit einem Expressdarlehen der BHW Bausparkasse. Das gibt es bis zu einer Höhe von 30.000
Euro sogar ohne Grundbucheintrag. Auch die bundeseigene KfW-Förderbank bietet im Rahmen des
Programms "Wohnraum modernisieren - altersgerecht umbauen" zinsgünstige Kredite. "Unter den Stichworten
`Barrierefreies Bauen & Wohnen` gewähren einige Bundesländer ebenfalls Zuschüsse und Fördermittel", weiß
Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Bestehen gemeinschaftliche Rücklagen, können
Eigentümergemeinschaften daraus schöpfen und sich zu gleichen Teilen ein Startkapital anrechnen.
(Pressemitteilung BHW Bausparkasse)

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